Roter Teppich

Hotelmarkt Report NRW 2019 – die Top 15 Städte

Ori­en­tie­rungs­hil­fe für Inve­sto­ren, Pro­jekt­ent­wick­ler, Hotel­be­trei­ber, Ban­ken und Spar­kas­sen, Hotel­ge­sell­schaf­ten und Ver­tre­ter der unter­such­ten Städ­te zu den wich­tig­sten Hotel­märk­ten in Nord­rhein-West­fa­len

Der 52-sei­ti­ge „Hotel­markt Report 2019“ mit detail­lier­ten Ein­zel­be­wer­tun­gen der 15 größ­ten Städ­te in NRW ist gegen eine Schutz­ge­bühr von 99,00 € plus 2,50 € Ver­sand­ko­sten­pau­scha­le erhält­lich.

Köln zieht allen davon

Exper­ten-Ran­king für die 15 größ­ten Städ­te sieht Bonn vor Düs­sel­dorf und beschei­nigt Aachen gutes Poten­zi­al für Inve­sto­ren / Dort­mund, Ober­hau­sen und Wup­per­tal wer­den im Sco­ring her­ab­ge­stuft

Wel­che Groß­städ­te Nord­rhein-West­fa­lens bie­ten Inve­sto­ren in der Hotel­bran­che die besten Per­spek­ti­ven? Die­se Fra­ge beant­wor­tet seit 2015 der alle zwei Jah­re ver­öf­fent­lich­te „Hotel­markt Report NRW“, in dem aktu­el­le Markt­be­din­gun­gen ana­ly­siert wer­den und in ein Ran­king der 15 wich­tig­sten Desti­na­tio­nen mün­den.  Jetzt liegt die Aus­ga­be 2019 vor —  mit einem ein­deu­ti­gen Gewin­ner: Köln hat sich an der Spit­ze der aus­sichts­reich­sten Hotel­märk­te abge­setzt und ver­dient sich die erst­mals in der Histo­rie des Reports ver­ge­be­ne Bewer­tung „Drei­fach-Plus“. Aachen und Mön­chen­glad­bach kön­nen sich eben­falls nach vor­ne arbei­ten, wäh­rend Düs­sel­dorf, Dort­mund, Ober­hau­sen und Wup­per­tal zurück­fal­len. Die­se Pres­se­mit­tei­lung fasst die wesent­li­chen Resul­ta­te des Reports zusam­men, alle Ein­zel­aus­wer­tun­gen bie­tet die gedruck­te voll­stän­di­ge Aus­ga­be.

Autor der 52-sei­ti­gen Unter­su­chung ist das Team der bun­des­weit täti­gen Schol­len Hotel­ent­wick­lung GmbH. Die Exper­ten haben dafür Markt­da­ten aus den 15 Städ­ten mit eige­nen Ana­ly­sen kom­bi­niert und die Resul­ta­te im von ihnen ent­wickel­ten Bewer­tungs­sy­stem — dem so genann­ten „Schol­len-Sco­ring“ — abge­bil­det. Wich­tig: Im Fokus der Unter­su­chung steht dabei aus­schließ­lich das Seg­ment der Hotels und Hotels gar­nis, weil es den jeweils für Inve­sto­ren rele­van­ten Teil des Beher­ber­gungs­mark­tes dar­stellt. Die Ergeb­nis­se bie­ten auch Pro­jekt­ent­wick­lern, Ban­ken und Spar­kas­sen, Hotel­ge­sell­schaf­ten und Ver­tre­tern der unter­such­ten Städ­te eine umfas­sen­de Ori­en­tie­rungs­hil­fe.

Fünf Bewer­tungs-Kate­go­ri­en, sie­ben Sco­ring-Stu­fen
Das erwähn­te „Schol­len-Sco­ring“ bewer­tet den Hotel­markt einer Stadt in fünf Kate­go­ri­en. Sie bil­den — jeweils gestützt auf eine Viel­zahl von Ein­zel­in­di­ka­to­ren — das Volu­men und das Ver­hält­nis von Ange­bot und Nach­fra­ge, das Preis­ni­veau, die Wett­be­werbs­si­tua­ti­on, den Makro­st­and­ort und die Zukunfts­aus­sich­ten ab. Teil­as­pek­te und Gesamt­be­wer­tung ord­net das Ran­king dann auf einer Ska­la von „Drei­fach-Plus“ über „Neu­tral“ bis Drei­fach-Minus ein, die am deut­schen Gesamt­markt ori­en­tiert wur­de und damit auch bun­des­wei­te Aus­sa­ge­kraft hat. Aus die­sem Grund erreich­te in den ersten bei­den Aus­ga­ben des „Hotel­markt Reports NRW“ auch kei­ne Desti­na­ti­on die Extrem­wer­te am obe­ren oder unte­ren Ende der Ska­la. Das hat sich 2019 dank der außer­or­dent­li­chen Poten­zia­le des Hotel­mark­tes in Köln geän­dert.

Nord­rhein-West­fa­lens Anzie­hungs­kraft ist unge­bro­chen
Die lan­des­wei­ten Rah­men­be­din­gun­gen für die Hotel­le­rie in den unter­such­ten Städ­ten haben sich zuletzt wei­ter posi­tiv ent­wickelt: Die 2017 mit 51,52 Mil­lio­nen  Über­nach­tun­gen gesetz­te Rekord­mar­ke für den gesam­ten Beher­ber­gungs­markt im Land wur­de 2018 mit 51,93 Mil­lio­nen noch ein­mal über­trof­fen. Es han­delt sich um den neun­ten Höchst­wert in Serie, unter dem Strich steht ein Über­nach­tungs­plus von 25 % im Ver­gleich zu 2008. Im sel­ben Zeit­raum stieg die Bet­ten­an­zahl im Ver­hält­nis wesent­lich lang­sa­mer. Fol­ge: Die Beher­ber­gungs­be­trie­be in NRW, unter denen die Hotels und Hotels gar­nis 67 % der Bet­ten stel­len, konn­ten ihre Aus­la­stung signi­fi­kant stei­gern. (Detail­lier­te Zah­len in der Prin­t­aus­ga­be des Hotel­markt Reports NRW)

Die Anzie­hungs­kraft Nord­rhein-West­fa­lens als Ziel für Urlaubs- und Geschäfts­rei­sen­de ist damit unge­bro­chen. Als Her­aus­for­de­rung sehen die Schol­len-Exper­ten in die­ser Hin­sicht aller­dings die Fra­ge­zei­chen hin­ter der Ent­wick­lung des Wirt­schafts­stand­or­tes NRW, den Nach­hol­be­darf bei der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur und den mög­li­chen „Bre­x­it“. Groß­bri­tan­ni­en gehört nach den Nie­der­lan­den immer­hin zu den rele­van­te­sten inter­na­tio­na­len Quell­märk­ten für Hotel­le­rie im bevöl­ke­rungs­reich­sten Bun­des­land.

Köln mit erst­mals ver­ge­be­nem „Drei­fach-Plus“
Tra­di­tio­nell fällt im „Hotel­markt Report NRW“ der Blick immer zuerst auf Köln und Düs­sel­dorf. Grund: Die rhei­ni­schen Nach­barn gene­rie­ren zusam­men mehr als die Hälf­te des Über­nach­tungs­vo­lu­mens der 15 unter­such­ten Städ­te und gehö­ren bun­des­weit zu den sechs wich­tig­sten deut­schen Hotel-Desti­na­tio­nen. Im Schol­len-Sco­ring lagen bei­de in den frü­he­ren Unter­su­chun­gen auch noch mit einem „Dop­pel-Plus“ auf rela­ti­ver Augen­hö­he an der Spit­ze des Ran­kings. Pas­send dazu bele­gen die Schwer­ge­wich­te auch 2019 wei­ter in fast allen unter­such­ten Ein­zel­pa­ra­me­tern die ersten Plät­ze. Den­noch ist die Bewer­tungs-Sche­re deut­lich aus­ein­an­der­ge­gan­gen: Köln ver­dient sich 2019 nach Ein­schät­zung der Exper­ten erst­mals das bis­her noch nie ver­ge­be­ne „Drei­fach-Plus“, Düs­sel­dorf wird dage­gen auf „Ein­fach Plus“ her­ab­ge­stuft.

Per­spek­ti­ven für Inve­sto­ren in der Dom­stadt bes­ser denn je
Aus­schlag­ge­bend für die Auf­wer­tung der Dom­stadt ist die Tat­sa­che, dass sich ihr Hotel­markt für Inve­sto­ren attrak­ti­ver denn je prä­sen­tiert. Das Fun­da­ment dafür bil­det die wei­ter von Rekord zu Rekord eilen­de Über­nach­tungs­zahl, die 2018 mit einem wei­te­ren Plus von 0,7 % den Best­wert von 6,28 Mil­lio­nen Gesamt­über­nach­tun­gen erreich­te. Im Zehn-Jah­res-Ver­gleich steht hier ein Zuwachs von mehr als 45 % zu Buche. Das Bet­ten­an­ge­bot ist gleich­zei­tig deut­lich lang­sa­mer gewach­sen, so dass sich die Hote­liers in Köln über die mit 52,3 % beste Bet­ten­aus­la­stung der Top-15-Desti­na­tio­nen freu­en kön­nen. Zum Ver­gleich: Der Durch­schnitt aller Städ­te liegt gera­de ein­mal bei gut 45 %. Hin­zu kommt, dass Köln durch sei­ne Attrak­ti­vi­tät als tou­ri­sti­sches Ziel auch Schwan­kun­gen im Geschäfts­rei­se­ver­kehr gut kom­pen­sie­ren kann. Die­se ins­ge­samt beson­ders gün­sti­gen Markt­be­din­gun­gen wer­den nach Ein­schät­zung der Schol­len-Exper­ten auch auf Sicht noch Bestand haben: Sie rech­nen mit Blick auf die in der Pipe­line befind­li­chen Pro­jek­te bis 2022 mit einem mit­tel­fri­sti­gen Bet­ten­zu­wachs von rund 10 %, der von der Dyna­mik auf der Nach­fra­ge­sei­te wei­ter über­trof­fen wird. Damit bleibt Köln als einer der Top-Hotel­märk­te in Deutsch­land ein Pri­m­ärz­iel für Inve­sto­ren und Betrei­ber, die hier unter noch immer mode­ra­tem Wett­be­werbs­druck ihre Chan­cen suchen kön­nen. Daher rech­nen die Autoren auch mit  einer wach­sen­den Zahl von Hotel­ent­wick­lun­gen in der Dom­stadt.

Bet­ten-Boom in Düs­sel­dorf führt zu über­hitz­tem Markt
Ganz anders als beim rhei­ni­schen Riva­len hat sich die Situa­ti­on in Düs­sel­dorf ent­wickelt. Zwar steu­er­te die Lan­des­haupt­stadt 2018 bei den Über­nach­tun­gen mit 4,98 Mil­lio­nen, von denen 98 % auf den Hotel­markt ent­fie­len, eben­falls auf Rekord­kurs. Gleich­zei­tig erreicht aber die Aus­wei­tung des Bet­ten­an­ge­bots eine kri­ti­sche Grö­ßen­ord­nung: Von 2017 auf 2018 stie­gen die Zim­mer­ka­pa­zi­tä­ten bereits um 8 %, inner­halb der näch­sten fünf Jah­re sol­len wei­te­re 24 Hotel­pro­jek­te rea­li­siert wer­den. Sie brin­gen zusam­men knapp 6.200 neue Zim­mer an den Markt — eine Aus­wei­tung um 38 %, die nach Ein­schät­zung der Schol­len-Exper­ten den Wett­be­werb deut­lich ver­schär­fen und spür­ba­re Aus­wir­kun­gen auf Bele­gung und gege­be­nen­falls auch Zim­mer­prei­se haben wird. „Ent­spre­chend schwie­rig und risi­ko­be­haf­tet schät­zen wir die Markt­si­tua­ti­on für neue Hotel­ent­wick­lun­gen ein“, so das Urteil der Autoren.  Des­halb stuf­ten sie das Sco­ring für Düs­sel­dorf von „Dop­pel-Plus“ auf „Ein­fach-Plus“ her­ab — mit der Kon­se­quenz, dass Düs­sel­dorf  im Ran­king der Top-15-Städ­te hin­ter Bonn auf Platz drei zurück­fällt.

Gutes Poten­zi­al: Bonn klet­tert auf Platz zwei
Die ehe­ma­li­ge Bun­des­haupt­stadt konn­te ihr „Doppel-Plus“-Scoring von 2017 auch 2019 sou­ve­rän bestä­ti­gen. Der Report beschei­nigt Bonn mit sie­ben Über­nach­tungs-Rekord­jah­ren in Fol­ge und einem durch­schnitt­li­chen jähr­li­chen Zuwachs von 3,2 % seit 2008 eine „beein­drucken­de Ent­wick­lung“, die durch das 2020 anste­hen­de Beet­ho­ven-Jahr noch beflü­gelt wer­den dürf­te. Dass die Bet­ten­an­zahl im sel­ben Zeit­raum im Schnitt nur um 1,8 % zunahm und sich mit Blick auf die Pro­jekt­pipe­line auch in den kom­men­den Jah­ren kei­ne unge­sun­de Ange­bots­dy­na­mik abzeich­net, hal­ten die Autoren für „fast ver­wun­der­lich“. Unter die­sen Bedin­gun­gen bleibt Bonn aus ihrer Sicht ein Hotel­markt mit gutem Poten­zi­al für Inve­sto­ren, ins­be­son­de­re im mar­ken­ge­bun­de­nen Bud­get-Seg­ment und dem Long­s­tay-Bereich.

Inve­sto­ren haben Mün­ster ent­deckt
Hin­ter den Top-Drei ran­gie­ren zwei wei­te­re Desti­na­tio­nen mit „Einfach-Plus“-Scoring: Mün­ster und Aachen. Die Ent­wick­lung in der auf Platz 4 geführ­ten  west­fä­li­schen Stu­den­ten-Hoch­burg auf Platz 4 bestä­tigt eine Schol­len-Pro­gno­se, die den Mün­ste­ra­ner Hotel­markt 2015 als „Hid­den-Cham­pi­on“ unter den Top-15-Desti­na­tio­nen und beson­ders attrak­tiv für Inve­sto­ren qua­li­fi­zier­te. Die­ses Poten­zi­al wur­de schnell erkannt: Aktu­ell sind sechs Hotel­pro­jek­te in der Umset­zung, die das Zim­mer­an­ge­bot bis 2021 um rund 30 % erhö­hen wer­den und auch den extrem nied­ri­gen Markt­an­teil der Mar­ken­ho­tel­le­rie (aktu­ell nur 43,6 %) wach­sen las­sen. Es wer­de eine Wei­le dau­ern, bis die kon­stant stei­gen­de Nach­fra­ge die Ange­bots­aus­wei­tung wie­der kom­pen­sie­ren kön­ne, pro­gno­sti­zie­ren die Report-Autoren. Trotz­dem sehen sie wei­ter Invest­ment­chan­cen, spe­zi­ell für mar­ken­ge­bun­de­ne Hotel­pro­duk­te in Top-Lagen sowie das Long­s­tay-Seg­ment.

Gesun­de Markt­be­din­gun­gen: Auf­wer­tung für Aachen
Auf Platz fünf liegt mit Aachen einer der Gewin­ner im „Hotel­markt Report NRW 2019“. Hier wächst die Nach­fra­ge seit Jah­ren stär­ker als das Ange­bot, so dass sich die Hote­liers in der Karls­stadt 2018 über die dritt­be­ste Bet­ten­aus­la­stung der Top-15-Städ­te freu­en durf­ten. 2020 wird der Markt­ein­tritt von zwei neu­en Hotels das Bet­ten­vo­lu­men zwar um 16 % erhö­hen, die Schol­len-Exper­ten gegen aber davon aus, dass die Nach­fra­ge in der attrak­ti­ven Tou­ris­mus-Desti­na­ti­on Aachen die Aus­wei­tung schnell kom­pen­sie­ren wird. Die­se ins­ge­samt gesun­den Markt­be­din­gun­gen führ­ten zur Auf­wer­tung von „Neu­tral“ auf „Ein­fach-Plus“, wobei nach Ansicht der Autoren in Aachen bei Hotel-Invest­ments die Stand­ort­wahl ein wich­ti­ger Erfolgs­fak­tor ist.

Bie­le­feld und Mön­chen­glad­bach auf dem Vor­marsch
Auch im Drei­er­pack der mit „Neu­tral“ bewer­te­ten Städ­te befin­den sich zwei Auf­stei­ger: Bie­le­feld auf Platz 7 und Mön­chen­glad­bach auf Platz 8 haben jeweils drei Rän­ge gut gemacht. In Bie­le­feld sehen die Schol­len-Exper­ten dabei einen deut­li­chen Auf­wärts­trend, weil nach einem klei­nen Schub auf der Ange­bots­sei­te im Jahr 2016 im Markt wie­der Ruhe ein­ge­kehrt ist. Zwei für 2019 und 2023 geplan­te Hotel­eröff­nun­gen gel­ten dabei als gesun­der Wachs­tums­pro­zess, zumal sich die Gäste­zah­len in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren ste­tig erhöht haben. Poten­zi­al sieht der Report dabei spe­zi­ell für Pro­jek­te der Mar­ken­ho­tel­le­rie im unte­ren und geho­be­nen Preis­seg­ment, das aktu­ell in Bie­le­feld noch unge­wöhn­lich stark durch die Pri­vat­ho­tel­le­rie geprägt ist. Gar kei­ne kon­kre­ten Hotel­pro­jek­te gibt es der­weil aktu­ell in Mön­chen­glad­bach, obwohl sich die Über­nach­tungs­zah­len sehr posi­tiv ent­wickeln und die Schol­len-Exper­ten inzwi­schen von einer „Bet­ten­aus­la­stung auf zufrie­den­stel­len­dem Niveau“ spre­chen. Sie sehen daher auch auf dem dritt­klein­sten Markt unter den Top-15-Städ­ten Poten­zi­al für Hotel­ent­wick­lun­gen — vor allem für mar­ken­ge­bun­de­ne Häu­ser im mitt­le­ren Seg­ment. So erklärt sich auch die Ver­bes­se­rung des Sco­rings von „Ein­fach-Minus“ 2017 auf „Neu­tral“ im aktu­el­len Report.

Wett­be­werbs­si­tua­ti­on in Essen ver­schärft sich
Vor Bie­le­feld und Mön­chen­glad­bach hält sich Essen im Ran­king auf Platz sechs. Auf dem viert­größ­ten Hotel­markt in NRW wird sich die Wett­be­werbs­si­tua­ti­on bis Ende 2020 durch 725 zusätz­li­che Zim­mer in fünf neu­en Objek­ten (plus 13 Pro­zent) wei­ter ver­schär­fen und Preis­ni­veau sowie Aus­la­stung trotz kon­stan­ter Nach­fra­ge-Stei­ge­rung unter Druck set­zen. Das Sco­ring bleibt trotz­dem unver­än­dert bei „Neu­tral“, weil der ver­hält­nis­mä­ßig gerin­ge Markt­an­teil der Mar­ken­ho­tel­le­rie noch im Hostel‑, Bud­get- und Eco­no­my-Seg­ment Inve­sti­ti­ons­po­ten­zi­al an aus­ge­such­ten Stand­or­ten der Ruhr­me­tro­po­le bie­tet.

50 % Zim­mer­zu­wachs: Dort­mund rutscht in den roten Bereich
Ab Platz 9 beginnt im Ran­king die Grup­pe der Städ­te, deren Hotel­märk­te sich im  roten Bereich bewe­gen. Hier soll­ten sich Inve­sto­ren beson­ders dif­fe­ren­ziert mit Grund­stücks­qua­li­tät und jenen Rah­men­be­din­gun­gen beschäf­ti­gen, die der Report in sei­nen ein­zel­nen Stand­ort­be­trach­tun­gen jeweils dif­fe­ren­ziert dar­stellt. Unter dem Strich steht 2019 auch Dort­mund, des­sen Sco­ring von „Neu­tral“ auf „Ein­fach-Minus“ abge­senkt wur­de. Ursa­che ist ähn­lich wie in Düs­sel­dorf ein Hotel­pro­jekt-Boom, den auch eine beein­drucken­de Nach­fra­ge nicht mehr kom­pen­sie­ren kann: Bis 2022 steht hier ein Bet­ten­zu­wachs um mehr als 50 % im Raum, der die bereits jetzt hohe Wett­be­werbs­in­ten­si­tät auf ein kri­ti­sches Niveau heben dürf­te. Nüch­ter­nes Fazit der Report-Autoren: „Vor die­sem Hin­ter­grund sehen wir aktu­ell kein Poten­zi­al für wei­te­re Hotel­ent­wick­lun­gen in Dort­mund.“

Ober­hau­sen und Wup­per­tal schwä­cheln
Auch zwei wei­te­re Stand­or­te müs­sen mit der Rück­stu­fung von „Neu­tral“ auf „Ein­fach-Minus“ leben: In Ober­hau­sen (Platz 10) regi­striert der Report eine Trend­um­kehr, weil inzwi­schen die Nach­hol­re­ak­ti­on auf die beein­drucken­de Ent­wick­lung der Nach­fra­ge in den ver­gan­ge­nen Jah­ren statt­ge­fun­den hat. Zwei gera­de erst eröff­ne­te Hotels und zwei wei­te­re, die bis 2022 an den Markt gebracht wer­den, erhö­hen das Zim­mer­vo­lu­men um 50 Pro­zent. Das koste­te Ober­hau­sen auch den 2017 erober­ten Spit­zen­platz bei der Bet­ten­aus­la­stung. Sie sank von über 52 % auf 47, nur noch Platz 7 in NRW. Des­halb sehen die Schol­len-Exper­ten der­zeit kaum Poten­zi­al für wei­te­re Hotel­ent­wick­lun­gen. Ähn­lich sieht die Situa­ti­on in Wup­per­tal aus, wo sich die lang­fri­sti­ge Nach­fra­ge­ent­wick­lung abge­kühlt hat, wäh­rend das Zim­mer­vo­lu­men 2019 um rund 24 % anstei­gen wird. Mit Blick auf die unab­hän­gig davon im Ver­gleich zu 2017 um mehr als 5,2 %-Punk­te auf schwa­che 40,5 % gesun­ke­ne Bet­ten­aus­la­stung ist die Her­ab­stu­fung auf „Ein­fach-Minus“ die logi­sche Kon­se­quenz. Poten­zi­al für Hotel­in­vest­ments sehen die Autoren in der Schwe­be­bahn­stadt allen­falls im Hostel- und Long­s­tay-Seg­ment.

Bochum muss Ange­bots­er­wei­te­rung kom­pen­sie­ren, Duis­burg kämpft mit schlech­ter Bet­ten­aus­la­stung
Für Bochum (Platz 12) und Duis­burg (Platz 13) ist der rote Bereich mit dem Prä­di­kat „Ein­fach-Minus“ bereits aus 2017 ver­trau­tes Ter­rain. In Bochum steht dabei bis 2021 die längst über­fäl­lig Nach­hol­be­we­gung bei Hotel­pro­jek­ten ins Haus. Hier hat­te seit 2011 kein neu­es Haus eröff­net — jetzt sind gleich drei in der Pipe­line, die ein Zim­mer-Plus von 26 % mit sich brin­gen. Da Bochum in der Zehn-Jah­res-Betrach­tung mit im Schnitt nur 0,9 % Plus und nur Platz 13 aller 15 Städ­te in die­ser Kate­go­rie erreicht, dürf­te es län­ge­re Zeit dau­ern, bis die­se Ange­bots­er­wei­te­rung auf­ge­fan­gen ist. Die aktu­el­le Bet­ten­aus­la­stung von 43,1 % dürf­te dann auch nicht mehr zu hal­ten sein. Inve­sto­ren, die Hotel­pro­jek­te in Bochum lan­cie­ren wol­len, soll­ten das nach Schol­len-Ein­schät­zung allen­falls in Top-Lagen und mit Long­s­tay-Pro­duk­ten tun. Noch schwie­ri­ger stellt sich die Lage in Duis­burg dar, wo die Über­nach­tungs­zahl seit Jah­ren lang­sa­mer wächst als die Bet­ten­ka­pa­zi­tät. Weil das auch in näch­ster Zeit so blei­ben dürf­te (die Zim­mer­ka­pa­zi­tät wird sich mit­tel­fri­stig um wei­te­re knapp 20 % erhö­hen), gibt es kei­ne Anzei­chen dafür, dass Duis­burg die zweit­schlech­te­ste Bet­ten­aus­la­stung der Top-15-Städ­te (nur 39,1 Pro­zent) ver­bes­sern könn­te.

Sil­ber­streif in Gel­sen­kir­chen, Kre­feld bleibt Schluss­licht
Schluss­lich­ter im Ran­king des Reports blei­ben wie schon 2017 Gel­sen­kir­chen und Kre­feld. Die Hei­mat des FC Schal­ke 04, der auf dem zweit­klein­sten der 15 unter­such­ten Hotel­märk­te auch ein ech­ter Wirt­schafts­fak­tor ist, konn­te 2018 immer­hin einen neu­en Über­nach­tungs­re­kord ver­zeich­nen. Damit setzt sich der posi­ti­ve Trend der letz­ten Jah­re fort, an dem aller­dings auch zwei noch nicht end­gül­tig fixier­te Hotel­pro­jek­te par­ti­zi­pie­ren wol­len. Sie könn­ten nach Jah­ren der Sta­gna­ti­on auf der Ange­bots­sei­te mit einem Zim­mer­zu­wachs von 23 % als bele­ben­de Ele­men­te die Nach­fra­ge wei­ter ankur­beln. Auf dem über­schau­ba­ren Markt mit sei­nem jetzt schon sehr hohen Mar­ken­ho­tel­le­rie-Anteil von 69 % blei­ben die Poten­zia­le für Hotel­ent­wick­lun­gen aus Sicht der Schol­len-Exper­ten zwar trotz­dem über­schau­bar, sie sehen in Gel­sen­kir­chen auf Sicht aber eine Ten­denz hin zum Sco­ring „Ein­fach-Minus“. Auf dem noch klei­ne­ren Hotel­markt in Kre­feld (nur 217.000 Über­nach­tun­gen) hat unter­des­sen die Eröff­nung eines neu­en „Holi­day Inn Express“ die Zim­mer­an­zahl um 13 % stei­gen las­sen. Der seit Jah­ren nur mäßi­ge Zuwachs bei den Über­nach­tungs­zah­len lässt hier aus Sicht der Report-Autoren kaum Raum für neue Hotel­ent­wick­lun­gen.

Schol­len-Fazit: „Poten­zia­le und Risi­ken bei hohem Anla­ge­druck genau unter­su­chen“
Fazit von Chri­sti­an Schol­len, Geschäfts­füh­rer der Schol­len Hotel­ent­wick­lung GmbH: „Hotel­im­mo­bi­li­en ste­hen wegen des nach wie vor sehr hohen Anla­ge­drucks auch in NRW aktu­ell beson­ders im Fokus natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Inve­sto­ren. Mit unse­rem Hotel­markt­re­port 2019 zei­gen wir für die 15 größ­te Städ­te detail­liert auf, wel­che Poten­zia­le und Risi­ken ein Enga­ge­ment an die­sen Stand­or­ten heu­te und in Zukunft bie­tet.“ Der „Hotel­markt Report NRW 2019“ ist gegen eine Schutz­ge­bühr von 99,- € zzgl. 2,50 € Ver­sand­ko­sten­pau­scha­le beim Unter­neh­men erhält­lich. Für Rück­fra­gen und nähe­re Erläu­te­run­gen steht Chri­sti­an Schol­len ger­ne zur Ver­fü­gung.